Rezensionen
Multinationale Musikkarawane reist im Juli durch Europa.
Im Vordergrund die Repräsentantin aus Finnland,
Sängerin und Percussionistin Charlotta Hagfors.
UUSI AIKA, (Finische Zeitung) Donnerstag 22.07.2004
Die Karawane zieht durch Europa
- Ein multinationales Musikcamp läßt die Grenzen zusammenbrechen
Sowohl die musikalischen als auch die interlateralen Grenzen brachen zusammen als die "Junge Musik Karawane 2004" bei der Jazzstreet auftrat. Die Grundlage für diese Gruppe wurde letztes Jahr in Berlin mit einem Musikcamp geschaffen, wo sich junge Musiker aus ganz Europa versammelten. "Das Camp ist völlig offen für Ideen", unterstrich der künstlerische Leiter Andreas Brunn. Die Teilnehmer entscheiden selbst, welche Musikrichtung im Camp gespielt wird. Alle im Camp zusammenkommenden Traditionen werden auf vielversprechende Weise miteinander kombiniert.
- Viele der jungen Musiker arbeiteten schon in ihren Heimatländern für dieses Projekt und so wurde der Kontakt zum "Pori Jazzfestival" hergestellt. Jetzt sind wir mit einem großen polnischen Bus auf Tour, die 7000 km und 20 Konzerte umfasst.
Das Überschreiten der musikalischen und geografischen Grenzen
- - Andreas Brunn und die Teilnehmer des Projektes Karawane glauben an die verbindende Kraft der Musik
Die Auftritte des diesjährigen Pori Jazzfestivals, die am meisten die Grenzen überschritten, fanden am Dienstag und Mittwoch auf der Jazzstreet statt.
Die "Junge Musik Karawane", besteht aus 15 jungen Musikern mit 10 verschiedenen Nationalitäten. Ihr Musikstilmix und das Feuerwerk der Rhythmen verdrehten vielen Zuhörern den Kopf.
Der Gitarrist Andreas Brunn wurde 1999 Lehrer in einem Berliner Jugendzentrum. Durch seine Idee entstand ein Musikcamp, bei dem alle Teilnehmer aus ganz Europa ihre musikalischen Einflüsse einbringen können.
- "Das Camp ist völlig offen für verschiedene Ideen", hebt Brunn hervor. "Die Teilnehmer entscheiden selbst, welche Musikrichtung wir im Camp spielen. Zusammen werden die besten Ideen entwickelt. Gewöhnlich werden die vielen verschiedenen musikalischen Hintergründe der einzelnen Teilnehmer miteinander in vielversprechender Weise kombiniert. - Zum Beispiel wird ein Tango mit finnischen und ungarischen Einflüssen entwickelt oder ein Hochzeitslied aus dem Kosovo wird mit Jazz unterlegt." ...
... Die Karawane zieht weiter mit Offenheit
Andreas Brunn betrachtet die Offenheit des Karawane - Projekts als das Wichtigste. "Ich denke Jazz ist der Weg internationaler Kommunikation und war fähig sich immer wieder zu verändern und wiedergeboren zu werden. Unser Projekt hat gezeigt, daß Musik Menschen wirklich zusammenbringen kann." ...
... Die Musikkarawane zieht weiter. Als nächstes nach Estland und Litauen.
Mikko I. Elo

"Karawane" in der (Chata) Morgana
Aus zwölf europäischen Ländern stammend singen und spielen die jungen Musiker auf verschiedenen Instrumenten – sowohl auf traditionellen als auch auf weniger bekannten. So international wie ihre Musik, sind auch die Wurzeln der beteiligten Musiker: ungarische, griechische, skandinavische, französische und auch bulgarische Traditionen finden ihren Weg in das Projekt. Der Türke spielte nach alter Tradition Hochzeitsmelodien aus dem Kosovo auf einem traditionellen Instrument, während der Ungar auf einer finnischen Trompete einen Tango blies.
Start der Reise waren Konzerte in Rudolstadt auf dem größten Folkfestival Deutschlands, die zweite Station sollte das Haus Morgan – ein agrar-touristisches Gut in Jastrowice – sein, das von Dariusz Chajutin geleitet wird, der mit Alex Domisch – einer der Musiker- befreundet ist.
Während der einmonatigen Tour wird die Musikkarawane 7000 km bewältigen und auf 19 europäischen Festivals spielen! Sie nimmt u.a. an dem Jazz-Festival PORI in Finnland und an einem Folk-Festival in Estland teil, wo sie sich auch mit einem der Musikkarawane ähnlichem Projekt treffen wird. "Viele Organisatoren unterstützen uns – nicht nur in finanzieller Hinsicht. Unser Projekt der Musikkarawane wird akzeptiert und von der EU unterstützt. Unsere Musik spiegelt den Geist des neuen Vereinigten Europas wieder" fügt Andreas noch hinzu.
Das Konzert in Jastrowice hatte für die Gääste eine eigene und spezielle Atmosphäre. Es war eher ein kameradschaftliches Musizieren, ohne vorgegebene Regeln. Zeitweise vergrößerte sich die Zusammensetzung des Orchesters, wenn sich spontan andere Teilnehmer einschalteten. Ewa Rychlicka aus dem Nachbardorf Grudmo spielte rhythmisch auf Trommeln und Darek Chajutin sang und spielte auch Querflöte.
Möglicherweise hätte das Musizieren bis zum Morgengrauen gedauert, wenn es die Gastgeber nicht geschafft hätten, alle Gäste nach draußen zu befördern, wo es Grillwürstchen für den Hunger und eine artistische Einlage mit Feuerelementen von Ewa und ihrer Freundin Echyta für das Auge gab.
Am nächsten Morgen fuhr die Musikkarawane weiter nach Zabkowice Sl., wo sie am Samstag auf einem Folk-Festival auftrat. Unter den Musikern befindet sich kein polnischer Teilnehmer, aber es gibt polnische Sponsoren:
Andreas Brunn bittet darum, der Transportfirma "Transhand" aus Slubice dafür zu danken, daß sie die Karawane durch zur Verfügung stellen des Reisebusses und zweier Fahrer zu günstigen Konditionen erst möglich gemacht hat.

Die Zeit der Menschen (Dänische Zeitung) – Samsatag 26.06.2004 MARIBO (Kenneth Prehn)
Katrine auf Europatournee
Die aus Maribo stammende 20-jährige Katrine wird fünf Wochen lang mit jungen Musikern aus 10 europäischen Nationen durch Europa touren. Die Reise beginnt in Berlin und wird auf etlichen Festivals, unter anderem auf dem Maribo- sowie auf dem Pori Jazz-Festival in Finnland, auf dem Weltstars wie Stevie Wonder auftreten, unterbrochen.
Maribo
Katrine Andersen möchte etwas mit Musik machen und sie ist auf dem Weg dahin. An diesem Donnerstag reiste die 20- jährige Musikerin aus Maribo nach Berlin um die fünfwöchige Europatournee vorzubereiten. Das Programm besteht aus Jazz und Weltmusik.
14 junge Musiker aus 10 unterschiedlichen Ländern werden in Berlin zusammentreffen um das Programm festzulegen, bevor sie am nächsten Wochenende ihre ersten beiden Konzerte auf dem Tanz- und Folkfestival in Rudolstadt geben werden.
25 Menschen in einem polnischen Bus
In den nächsten Wochen werden Katrine und der Rest der Truppe auf Festivals in Deutschland, Polen, Finnland, Estland, Litauen und Ungarn spielen. Die Gruppe besteht aus insgesamt 25 Leuten, darunter befinden sich natürlich die Musiker selbst aber auch Tontechniker und andere fleißige Helfer. Und sie werden alle in einem polnischen Bus reisen.
Das Konzert in Kulturvaerket
Maribo wird nicht auf Weltmusik verzichten müssen: Aufgrund Katrines guten Verbindungen wird den 14 jungen Musikern die einmalige Gelegenheit geboten, am Samstag, den 17. Juli auf dem Maribo Jazzfestival in Kulturvaerket aufzutreten.
Die Idee der Europatournee entstand letztes Jahr in Berlin mit einem internationalen Musik Workcamp. Das Jugendmusikcamp wurde von der deutschen Organisation VJF unterstützt.
Unsere Katrine ist über die Webseite von Mellefolkeligt Sarnvirke, (der dänischen Seite die das Workcamp promoted), auf das Workcamp gestoßen, bewarb sich kurzerhand darauf und fand sich schnell in der Gruppe mit den anderen 13 Musikern wieder.
"Es war eine tolle Erfahrung, und obwohl wir alle total unterschiedlich sind, kamen wir hervorragend miteinander aus, musikalisch als auch gesellschaftlich" fügt Katrine hinzu.
Fünf Wochen für 200 Euro
Das ehrgeizige Projekt wird von der EU gefördert. "Um fünf Wochen auf Tournee zu gehen, müssen wir nur 200 Euro bezahlen. Ehrlichgesagt hab ich keine Ahnung wie das finanziell funktioniert, aber ich freue mich sehr!" gesteht Katrine.
"Unsere musikalischen Hintergründe sind sehr vielseitig. Wir bieten Ihnen neben französischem Hardrock, ungarischem Tango, finnischem Folk auch einige Reggae Stücke, wenn Sie wollen. Dank der Liebe zur Musik und der tollen Kameradschaft wurde alles zu einer Einheit geformt!" erklärt Katrine.
Auf der kommenden Tournee wird jeder Musiker einen eigenen Song zum Repertoire beisteuern. Katrine wird mit dem modernen Jazz Arrangement "I skovens dybe stille ro" zu sehen und vor allem zu hören sein!